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Erfolgreiches Praxisprojekt: Ergotherapie-Schüler engagieren sich an Regensburger Mittelschule

„Who you gonna call? Die Ergos!“ – Mit diesen Worten brachte ein Lehrer einer Regensburger Mittelschule auf den Punkt, was sich als perfekte Win-Win-Situation entpuppte: Schüler der Unterstufe, die beim Schneiden und Kleben Schwierigkeiten hatten, konnten im Rahmen eines besonderen Projekttages von angehenden Ergotherapeuten der Döpfer Schulen Regensburg unterstützt werden.

Ausgangspunkt war die Beobachtung des Lehrers, dass viele seiner Schüler motorische Herausforderungen zeigten – beim genauen Ausschneiden, präzisen Aufkleben oder bei Aufgaben, die Hand-Auge-Koordination und Kraft erfordern. Schnell war die Idee geboren, die Ergotherapie-Schüler der Döpfer Schulen mit ins Boot zu holen und so eine Brücke zwischen Theorie und Praxis zu schlagen. Für die Kinder bedeutete dies: professionelle, kostenlose Unterstützung. Für die angehenden Ergos: die Chance, praktische Erfahrungen unter Aufsicht zu sammeln und das im Unterricht Erlernte direkt umzusetzen.

Im zweiten Lehrjahr machten sich die Klassen A und B mit viel Herzblut an die Konzeption und Durchführung von jeweils 90-minütigen Unterrichtseinheiten. Während sich die A-Klasse der Förderung grobmotorischer Fähigkeiten widmete und mit den Kindern kreative Nagelbilder aus Holz, Nägeln und Gummibändern gestaltete, lag der Fokus der B-Klasse auf der Feinmotorik. Hier standen zwei Bastelprojekte zur Auswahl: eine liebevoll gestaltete Pop-Up-Karte oder ein Münzspiel, bei dem nicht nur die Feinmotorik beim Ausschneiden und Gestalten trainiert wurde, sondern auch das gemeinsame Spielen und soziale Miteinander im Vordergrund standen.

Die Vorbereitung verlangte den Auszubildenden einiges ab: Welche Techniken sind in eineinhalb Stunden umsetzbar, motivieren die Kinder und sind altersgerecht? Wie erklärt und demonstriert man korrekt, worauf muss man achten, wenn plötzlich eigene Unsicherheiten beim Schneiden zutage treten? Alle diese Fragen wurden im Team gelöst, Prototypen gebastelt und ein Übungskatalog erstellt, um auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein.

Am Projekttag selbst zeigten sich die Mühen mehr als bezahlt: Nach einer kurzen Vorbesprechung bildeten sich schnell kleine Gruppen aus Ergotherapeuten und Mittelschülern. Die Atmosphäre war von Beginn an offen, wertschätzend und kreativ. Besonders schön zu erleben war, wie individuelle Interessen der Kinder aufgegriffen wurden – so etwa bei einem Jungen, der seine zuvor eher passive Haltung überwand, als er sein Münzspiel mit Motiven seines Lieblingsfußballvereins gestalten durfte. Die Begeisterung war ansteckend, und viele Schüler spielten am Ende stolz mit ihren fertigen Bastelarbeiten.

Einziger Wermutstropfen: Der Fortschritt der Kinder lässt sich nach einmaligen Projekten natürlich nicht dauerhaft verfolgen. Doch schon jetzt ist eine Wiederholung für das kommende Schuljahr fest eingeplant – zur Freude aller Beteiligten.

Abgerundet wurde der Tag durch eine ausführliche Nachbereitung: In Lernjournalen reflektierten die Ergotherapie-Schüler, was sie erlebt, beobachtet und gelernt hatten. Die positiven Rückmeldungen und Noten bestätigen: Der Projekttag war nicht nur für die Schüler ein voller Erfolg, sondern bot auch unseren angehenden Ergotherapeuten eine wertvolle, praxisnahe Lernerfahrung.

Wir bedanken uns herzlich bei allen Mitwirkenden für die gelungene Zusammenarbeit und freuen uns schon auf eine Fortsetzung im nächsten Jahr!